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Prof. David Burgstahler, Ph.D. (Schöller Senior Fellow)

David Burgstahler ist Julius A. Roller Professor im Bereich Rechnungswesen an der University of Washington (USA). Dort lehrt und forscht er seit 1981 an der Foster School of Business. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bilanzmanagement, Kapitalmarktreaktionen, Unternehmensbewertung sowie statistische Methoden des Prüfungswesens. 2002 erhielt er den hoch angesehenen Notable Contributions to the Accounting Literature Award der American Accounting Association. Aufgrund seiner Ausnahmestellung innerhalb der Fachdisziplin ist er als Gutachter bei Top-Journals wie Journal of Accounting and Economics, Journal of Accounting Research und The Accounting Review tätig. Ferner war er von 1983 bis 1986 sowie von 1992 bis 2003 Mitherausgeber von The Accounting Review, welche zu den renommiertesten Journals im Bereich des Rechnungswesens zählt.

 

Größenklassenreduzierende Bilanzpolitik in europäischen Unternehmen zur Minimierung von Offenlegungspflichten und Wirtschaftsprüfungskosten

Unternehmen haben Anreize größenklassenreduzierende Bilanzpolitik zu betreiben, wenn die Kosten der Offenlegung den Nutzen übersteigen. Ziel des Forschungsvorhabens von David Burgstahler ist es, eine diesbezüglich in der Praxis geäußerte Hypothese zu untersuchen. Diese besagt, dass mittelständische Unternehmen – insbesondere diejenigen, die sich an der Schwelle zwischen der kleinen und mittleren Größenklasse bewegen – gezielt eine Beeinflussung von Größenkriterien vornehmen, um als kleines Unternehmen eingestuft zu werden. Hierdurch müssen weniger wettbewerbsrelevante Informationen offengelegt werden. Ferner umgehen die Unternehmen kostenintensive Jahresabschlussprüfungen.

Das Forschungsprojekt adressiert eine Fragestellung, die in den USA wegen der fehlenden Offenlegungsverpflichtung von nicht börsennotierten Unternehmen nicht untersucht werden kann. Für die empirische Analyse bieten sich hingegen wichtige Länder der EU, nicht zuletzt Deutschland mit seinem wirtschaftlich enorm bedeutenden Mittelstand, an. Die Ergebnisse sind nicht nur aus rein wissenschaftlicher Sicht von hohem Interesse, sondern auch aus praktischer Sicht hochrelevant für mittelständische Unternehmen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Softwarehäuser (z. B. DATEV eG) und Gesetzgeber (sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene).

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